ADAC-Winterreifentest 2026: Nur wenige Reifen überzeugen

Die Wintersaison rückt näher – und pünktlich dazu hat der ADAC seinen aktuellen Winterreifentest 2026 veröffentlicht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur ein kleiner Teil der getesteten Modelle konnte rundum überzeugen. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick.

Was wurde getestet?

Der ADAC hat insgesamt 32 Winterreifen in zwei Größen unter die Lupe genommen: 16 Reifen der Dimension 185/65 R15 für Kleinwagen und 16 Reifen der Dimension 225/50 R17 für die Mittelklasse. Geprüft wurde das Verhalten auf trockener, nasser und verschneiter Fahrbahn sowie der Verschleiß.

Die Ergebnisse

Bei den Kleinwagenreifen erhielten nur 2 von 16 Modellen die Note „gut“. Testsieger wurde der Continental WinterContact TS 870 mit der Note 2,2. In der Mittelklasse-Größe setzte sich der Pirelli Cinturato Winter 3 ebenfalls mit 2,2 an die Spitze. Hier bewertete der ADAC allerdings 6 von 16 Reifen als „mangelhaft“.

Auffällig ist laut ADAC vor allem die fehlende Ausgewogenheit vieler günstiger Reifen: Guten Werten auf einer Fahrbahn stehen teils gravierende Schwächen auf einer anderen gegenüber. Auch beim Verschleiß gibt es große Unterschiede – bei den Kleinwagenreifen liegt die prognostizierte Laufleistung im Schnitt bei rund 31.000 Kilometern, beim schwächsten Modell sind es nur etwa 22.000 Kilometer.

Tipps für Autofahrer

  • Profiltiefe prüfen: Der ADAC empfiehlt, Winterreifen zu wechseln, sobald weniger als 4 Millimeter Profil übrig sind – gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter, für Winterreifen ist jedoch mehr Profil deutlich sinnvoller.
  • Alter beachten: Reifen, die älter als etwa acht Jahre sind, sollten nicht mehr gefahren werden. Das Herstellungsdatum finden Sie in der DOT-Nummer an der Reifenflanke.
  • Einheitlich bereifen: Alle vier Räder sollten mit dem gleichen Reifentyp ausgestattet sein. Bei gemischter Bereifung gehören die besseren Reifen auf die Hinterachse.

Fazit

Der Test zeigt: Der Preis allein sagt wenig über die Qualität eines Winterreifens aus. Prüfen Sie rechtzeitig vor dem ersten Frost Profiltiefe und Alter Ihrer Reifen und lassen Sie sich bei Unsicherheit fachkundig beraten.

Quellen:

Zurück zum Blog